Vor der Wahl ist nach der Wahl – Bildung im Koalitionsstrudel

Es ist wirklich sehr erstaunlich welch ein Trubel eine Landtagswahl verursachen kann. So zu letzt in Berlin. Da wird um Positionen und Pöstchen geschachert. Meinungen ausgetauscht, diskutiert und manchmal wackeln unantastbare Standpunkte. Nichts ist unmöglich. Selbst gerade eingeführte Gesetzesänderungen sind kein Tabu.

Fast genau vor einem Jahr wurde mit viel Tamtam eine zu nächst nicht ganz einfache Änderung für den Übergang von der Grund- auf die Oberschule beschlossen bzw. umgesetzt. Einige werden sich daran noch gut erinnern. Z.B. Geschwister die die 10% Hürde nicht genommen und eine schlechte ÖPNV Anbindung haben wurden zur Tombola geschliffen. So könnte man es kurz zusammenfassen.

Und nun will der Koalitionär, der die erste Pokerrunde in den Sand gesetzt hat, mit dem einst erklärten politischen Gegner endlich zu Potte kommen. Und da bleibt kein Auge trocken. Zugeständnisse sind an der Tagesordnung. Wird nun der Liebling des Einen Polizeipräsident, da verlangt der Andere Änderungen am Übergang zu den Oberschulen. Die Geschwisterregelung steht also vor seiner gefühlten fünften Modifikation. Ja die Bildung ist verhandelbar! Weniger hüh und hot findet man nur auf einer der Berliner Trabrennbahnen. Da fragt sich der normale Bürger: Was hat eigentlich Bildung mit Politik zu tun? Ist es nicht eher ein gesamtgesellschaftliches Interesse das der Nachwuchs eine gute Schule besuchen kann? Wozu brauchen wir eigentlich einen Bildungssenator? Mehr Lehrer wären mir lieber!

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